| 04.07.2003
Fest schliefen die 17 Menschen der Biology Corporation in ihren noblen Villen und träumten noch von einer Woche mehr Elba- Leben ( eigentlich für immer ) bis ein Gerät namens Wecker seine Meinung zu den süßen Träumen der Wissenschaftler gab. Der Traum zerplatzte und die morgentliche Hektik vor dem Aufbruch weckte auch den größten Träumer aus seinem Schlaf. Die Pöpsel-Kumutat Teilgesellschaft der Biology Corporation mit ihren Mitarbeitern Kathi, Sonja, Birte, Alex, Tobias, Simon und mir ( Bubu ) war wie von einem Hummelschwarm gestochen. Letzte Vorbereitungen für die Abfahrt wurden in aller Hektik getroffen. Die ?Angst? vor der Abschlussbeurteilung ihrer Villen durch den Chef der Biology Corporation Michael ließ in ihnen das Adrenalin nur so kochen. Schließlich war alles ( rund 2/3 ) geschafft! Brote gestrichen, Villa tip top clean und wir nervlich noch nicht geschafft. Doch so schmusi, wie gedacht, lief alles doch nicht. Denn die Limousinen waren schon sehr früh da, was uns nur noch mehr anheizte. Doch saßen wir schließlich in den voll klimatisierten Luxuskarren mit unseren sehr ausgeglichenen und besonders vorsichtigen Chauffeuren. Die 13 oder 14 Kilometer zum Hafen Porto Ferraio legten wir so langsam zurück, dass ich noch einmal über die Fahrt nach Elba ausführlich nachdenken konnte. Die Fahrtenwoche war lustig, jeder hatte seinen Spaß, da waren die atemberaubenden Tauchgänge und die langen Nächte, in denen wir sangen und lachten, die fetten Alkohol- Orgien und Kotzattacken, alles, wirklich alles hatte Spaß gemacht.
Am Hafen angekommen stiegen wir nahtlos ohne großen Aufenthalt aufs Schiff, so wie es für VIPs gehört. Anschließend schleppten wir uns alle hoch bis aufs höchste Deck. Dank der Aufzüge ersparten wir uns einige Mühe (_). Auf jedn Fall war ich danach so fertig, dass ich mich schlafen legte und erst bei der Ankunft am italienischen Festland von Sebi wachgerüttelt wurde.
Das Festland bot uns einen sehr freundlichen Empfang. Die Frau im Ticketver-kaufshaus am Bahnhof war aüßerst nett, sehr informativ und eine ruhige Person mit der kleinen Vorliebe Ausländer zu necken. Unser Chef regelte schon die Informationsarmut auf interkommunikative und hoch fachmännische Art und machte es wieder unmöglich, durch einen puren Zufall irgendwie doch in Italien zu bleiben.
Gegen 9.10 Uhr saßen wir im Zug Richtung Pisa und waren alle am Pennen. Die Fahrt an alten und scheinbar menschenlosen Bahnhöfen, an typisch italienischen Hinterhöfen, am Meer und an vielen anderen Stellen war sehr spannend.
Als wir in Pisa waren mussten die meisten von uns erst einmal pinkeln gehen. Danach machten wir einen Abstecher nach McDonald`s, dem Feinschmecker-laden. Einige blieben derweil bei den Taschen am Bahnhofseingang. Nach dem ausgiebigen Frühstück fuhren wir mit dem pünktlichsten Bus aller Zeiten ( die italienischen Verkehrsmittel sind seeeehr pünktlich ) zum Pisa Aeroporto.
Dort checkten wir ein und teilten uns auf, weil wir noch Zeit hatten zum Abflug.
Als es endlich so weit war, ?mussten? wir zum Gate und durch den Metalldetek-tor. Unseren Chef erwischte es natürlich mehrmals, da er endlos Kohle mit sich führte. Schließlich kam er auch so durch. Im Warteraum machte Simon seine lustigen Fotospielchen und Hau-aufs-Gesicht-mit- dem -Perso-Aktionen, dessen Opfer David und ich waren. Spontan beschlossen Sebi, Luke und einige andere nach Ibiza zu fliegen. Doch leider rief die Arbeit in der Hauptzentrale der Biology Corporation in Deutschland uns. Dem bannenden Ruf folgend saßen wir schon ohne zu wissen, warum wir eigentlich zurückflogen- denn schließlich ist in der Zentrale sowieso nichts los- in der gelben Hapag-Lloyd Express mit dem Flug 3781 nach Köln.
Der Flug dauerte 12 Stunden, sorry, ich meinte die Reise insgesamt. 1,5 Stunden flogen wir in kurvigen Schlangenlinien (HIHI) nach Köln. Einige sanken wieder in den unbeschreiblichen Schlafzustand, aus dem sie nie wieder aufwachten (_). Der Flug war an sich super- hyper risikogeladen. In der Luft schwirrten Tornados, es blitzte und donnerte, dass einem Sehen und Hören vergangen und die Turbulenzen raubten jedem den Atem. Nee, an sich war der Flug echt lässig. Die meiste Zeit hat man davon nichts mitbekommen. Das Wetter war zudem auch wirklich cool.
In Köln gelandet überraschte uns erst einmal die Kaltwetterfront, die viele zum Bibbern brachte. Anschließend warteten wir eine Stund auf unser Reisegepäck, wir hatten schon Zweifel, ob es überhaupt mitgeflogen waren, und wenn nicht, hätte uns das auch nichts ausgemacht. Unser Gepäck bekamen wir dann doch noch.
Schließlich verabschiedeten wir uns alle herzlichst. Es war ein Abschied mit etwas melancholischem Tatsch, da wir uns alle so einander gewöhnt hatten und fast schon wie eine Familie geworden waren.
Denn schließlich waren wir alle die Woche über die ? Kinder? von Inge und Michael.
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