von Bungalow 176b, alias Ines und Britta
Um 7 Uhr 15 beförderte uns der Wecker unsanft aus dem Reich der Träume,
aber es mußte sein, schließlich mußten wir um 8 Uhr 30 zur
"allgemeinen Gesichtskontrolle" bei Herrn Plewka antreten, da er Zitat, ja "nicht
ohne uns kann". Also saßen dann so gegen 8 Uhr 35 22 schlaftrunkene
Schüler auf den Bänken des "grünen Klassenzimmers", wo wir dann von
Herrn Plewka über den Tagesplan informiert wurden. Bis 10 Uhr mußten die
Bungalows in einen besenreinen Zustand gebracht werden, um die strenge Kontrolle
durch Luigi und Herr Plewka zu überstehen. Nachdem wir das hinter uns hatten
hieß es Koffer schleppen und helfen die wissenschaftlichen Geräte, die
Luigi wieder freundlicher Weise mit seinem kleinen Wagen heruntergebracht hat, in den
Bus zu packen.

Wir haben es dann auch wie geplant geschafft, mit der 11 Uhr 45 Fähre von
Portoferraio nach Piombino zu fahren. Auf der Überfahrt sind auch einige
interessante Photos entstanden. Der Wind ließ uns die Haare zu Berge stehen,
aus "Milchbubis" wurden "Muskelmänner" und Frau Götza hat sich als Vogel
probiert (Anmerkung: Photos lagen zu Redaktionsschluß noch nicht vor). In
Piombino angekommen, hat es dann schließlich eine Viertelstunde gedauert bis
auch die letzten vier Schüler den Weg zum Bus fanden.
Die Fahrt nach Grosseto, wo uns eine Ausstellung erwartete, nutzten viele für
ein kurzes Nickerchen. In Grosseto angekommen, wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt
und von zwei netten italienischen Damen durch die Photoausstellung über
Menschenrechte geführt. Diese Ausstellung, die bereits vor fünf Jahren in
Frankfurt war, ist eine Aktion der Sokka Gakkai International, einer buddhistischen
Laienorganisation. Die Ausstellung war sehr interessant und informiert über
viele verschiedene Aspekte von Menschenrechten.
Nach ca. 1 1/4 Stunden haben wir unsere Rückfahrt fortgesetzt und einen Film
geschaut. Aufgrund der Anwesenheit von Minderjährigen, genauer gesagt Charlotte,
haben wir uns "Hook" angeschaut. Nach anfänglichem Mißmut über die
Filmwahl, waren nach kurzer Zeit nur noch Kommentare der Art "Geht es noch ein wenig
lauter?" zu hören.
Ein weiterer Höhepunkt unserer Rückfahrt war die Vorbeifahrt an Pisa, wo
dann letztendlich doch noch den schiefen Turm zu Gesicht bekamen, wenn auch nur aus
der Ferne, aber jetzt können wir wenigstens behaupten "Wir haben den schiefen
Turm von Pisa gesehen!".
Nach einem schnellen Fahrerwechsel, haben wir dann auch noch einen zweiten Film
gesehen, auf Wunsch von Benjamin Bentmann lief dann "Extrem". Gegen Ende des Filmes
erreichten wir schließlich die Grenze Italien - Schweiz. Von 23 bis 0 Uhr
machten wir eine Pause, um uns für die Nacht zu stärken. Das
"Mövenpick" Restaurant, das einzige geöffnete Etablisment an dieser
Raststätte, erlebte dann einen wahren Ansturm. Bei näherem Betrachten der
Preise, verging aber Einigen der Appetit.
Die Weiterfahrt lief ohne Probleme ab, alle, außer der Busfahrer, haben
geschlafen. Wie durch ein Wunder waren morgens dann endlich wieder in deutschen
Gefilden. Um 8 Uhr haben wir eine Frühstückspause an der Raststätte
Siegburg Ost gemacht. Einige haben dann noch ihre Eltern angerufen, und geweckt, um
von unserer baldigen Ankunft zu berichten.
So gegen 10 Uhr sind wir am Gymnasium vorgefahren, wo wir schon von unseren Eltern
und vom kath. Religionskurs erwartet wurden. Aber die Wiedersehensfreude hielt nur
kurz, denn es hieß erst mal Bus entladen und wissenschaftliche Geräte in
die Biologiesammlung bringen.
Jede Reise muß einmal zu Ende gehen, und wir waren dann auch froh wieder zu
Hause zu sein und endlich wieder in unseren eigenen Betten zu schlafen.
THE END