Sarah Töllner

Pflanzen im Mittelmeerraum

Die Insel Elba hat, wie viele andere Länder und Inseln des Mittelmeerraums, ein umfangreiches Pflanzenrepertoire.

1.   Hartlaubgewächse
Wie zum Beispiel die Stein- und Korkeiche, mediterrane Kiefern.

Hartlaubgewächse sind Pflanzen, die das ganze Jahr über Blätter tragen. Dies bezeichnet man als immergrün. Des weiteren sind sie xeromorphe Pflanzen, die ganz besonders im Mittelmeerraum zu finden sind.

2.   Nadelhölzer
Wie zum Beispiel Typressengewächse, Kiefern

Nadelhölzer sind meistens Bäume (eher selten Sträucher) deren Blätter nadel- oder schuppenförmig sind. Ihre Blüten sind typische Zapfenblüten; die weiblichen Blüten entwickeln sich zu den uns bekannten holzigen Zapfen.

3.   Myrtengewächse
Wie zum Beispiel Eukalyptus

Myrtengewächse sind immergrüne Holzpflanzen mit ledrigen Blättern (enthalten ätherische Öle) und einer plattenförmig ablösenden Borke.

4.   Rautengewächse
Wie zum Beispiel Zitrusfrüchte

Rautengewächse enthalten ätherische Öle, die den guten Geruch dieser Pflanzen hervorbringen. Sie dienen außerdem als Heilpflanzen.

5.   Palmen
Wie zum Beispiel Zwergpalme

Palmen sind Pflanzen, deren Stämme relativ aufrecht wachsen. Die Krone besteht aus grossen gefiederten oder fächerförmigen Blättern. Dies ist auch die äußerliche Unterscheidung. Die Zwergpalme, welche zu den Fächerpalmen zählt, ist die einzige Palmenart in Südeuropa.

6.   Ölbaumgewächse
Wie zum Beispiel Olivenbaum, Blumenesche

Ölbaumgewächse sind immergrüne Holzpflanzen. Die Bäume und Sträucher tragen fleischige Steinfrüchte aus denen beispielsweise das Olivenöl gewonnen wird.

7.   Macchie

Die Macchie ist ein Gestrüpp aus Sträuchern und Hartlaubgewächsen des Mittelmeerraumes. Sie ist ebenfalls immergrün, allerdings ist die eigentliche Vegetationszeit der feuchte milde Winter. Im Sommer zeigt sich dagegen nur ein geringes Wachstum.

8.   Sumachgewächse
Wie zum Beispiel Mastixstrauch

Sumachgewächse sind Bäume oder Sträucher mit meist gefiederten, seltener einfachen Blättern und kleinen harzreichen Steinfrüchten.

9.   Orchideen

10.   Zistrosen



1.) Hartlaubgewächse
 
a) Steineiche
 
- die einzigen Steineichenwälder sind u.a. auf Elba (ansonsten auf Gorgona + Montecristo)
=> Grund: Holz dient der Wirtschaft
- immergüner, anspruchsloser Baum
=> gedeiht auch auf ärmeren Böden
- Blätter:
Oberseite: dunkelgrün + glänzend
Unterseite: grau + behaart
- Blätter weisen im selben Baum verschiedene Formen auf:
    unten mit Zacken
    oben glattrandig
Grund: unter mehr Wasser (durch weniger Verdunstung) und Schatten (verhindert Verdunstung)
- Blätter oben: durch Licht, Hitze + Wind viel kleiner und härter als die Unteren
- Rinde: die ersten Jahre grau + glatt, irgendwann platzt sie auf und wird rauh + schuppig
b) Korkeiche
 
- ebenfalls immergrüner Baum
- Rinde: grau, mit tiefen Einkerbungen
- Kork: wird alle 8 - 10 Jahre geschält (Kork hält warm, ist leicht + schwimmt)
- Baumstamm ist dann r&öuml;tlich + glatt
- Korkschicht dient dem Baum als Brandschutz
=> seltenes Schälen
- auf Elba sehr weit verbreitet (eine der Ursprungspflanzen)
c) Kiefer: siehe Nadelhölzer

2.) Nadelhölzer
 
a) Zypresse
 
- im Mittelmeerraum handelt es sich um die ECHTE Zypresse
- erinnert durch dihr Wachstum an eine Pappel
- kann bis zu 30 Meter hoch werden
- Holz hat gelb/rötliche Färbung
- sie enthält viel Harz und rottet daher selbst nach längerer Zeit unter Wasser nicht (=> Schutzschicht)
b) Pinie (Schirmkiefer)
 
- auf Elba häufig zu sehen
- bevorzugt Sandböden
- Früchte sind Zapfen, die erst 3 Jahre am Baum reifen müssen, bevor sie abfallen und ihre Samen weitergeben können

3.) Myrtengewächse
 
a) Eukalyptus
 
- raschwüchsig, sehr hartholzig
- sehr hohe Bäume: Stammhöhe oft über 150 m (Stammumfang am Boden)
- enthält ätherische Öle, die die Pflanzen vor Feinden & Verdunstung schützen
- Blätter: ebenfalls relativ hart/trocken
Form: oval -> spitzzulaufend

4.) Rautengewächse
 
a) Citrus
 
- ebenfalls eine immergüne Pflanze
- Früchte: lederartige Aussenhaut; in Segmente eingeteiltes Fruchtfleisch
- frostempfindlich, => nur in warmen Regionen vorzufinden (doch durch Veredelung sind einige nicht mehr so empfindlich)

5.) Palmen
 
a) Zwergpalme
 
- unverzweigter Stamm
- Blätter: fächer- oder fiederförmig
- Stammansatz sehr breit => alle Palmen eher hoch als breit, weil sie dadurch eher hoch wächst
- Blätter sind häufig sehr groß
=> können bis zu mehrere Meter lang sein
- Blüten: dichte Blütenstände zwischen den Blättern

6.) Ölbaumgewächse
 
a) Olivenbaum
 
- Sträucher, kleine Bäume
- Blätter sind entweder einfach oder aus mehreren Teilblättern zusammengesetzt
- Blüten:
4 Kelchblätter (äusserer Blütenquirl)
4 Kornblätter (innerer Blütenquirl)
2 Staubblätter (männliche Blütenorgane)
1 Fruchtknoten (weibliches Blütenorgan)
b) Blumenesche
 
- Stamm: glatt + grau
- nicht besonders groß
- ein Farbfleck in der immergrünen Macchie (=> Herbst: Blätter)
- bringt farbliche Abwechselung

7.) Macchie
 
- immergüne, hartlaubige Strauchformation des Mittelmeerraumes
- Macchie kommt aus dem franz. Maquis und heisst übersetzt ZISTROSE
- von dieser Pflanze mit dne weißen oder rosenen Blüten hat das Pflanzengestrüpp seinen Namen
- sie ist nur in wenigen Gebieten erhalten geblieben
=> Grund: Brände und Abholzungen
- die Macchie besteht u.a. aus der Stein- und Korkeiche, Zistrosen, ...
- die Macchie verbreitet auf der ganzen Insel einen aromatischen Duft, der durch die ätherischen Öle der dornigen Blätter und Stämme ausgelöst wird
- ätherische Öle: schützen die Pflanze vor Feinden + Verdunstung

8.) Sumachgewächse
 
a) Mastixstrauch

9.) Orchideen
 
- fast weltweit verbreitet
- Blüten:
 
- stehen auf Stielen, auf dem Kopf, da sich die Stiele um 180° drehen
- 3 Kelchblätter (äußere Blütenhülle)
- 3 Korublätter (innere Blütenhülle)
- alle Kelchblätter und die beiden seitlichen Korublätter sehr ähnlich
- das letzte Korublatt ist größer, hat eine andere Form + Farbe (oft becherförmig)
- hauptsächlicher Unterschied der verschiedenen Orchideenarten besteht in den Blüten

10.) Zistrosen
 
- anspruchslose Pflanzen (gedeihen auf vielen Böden)
- vertragen also sehr gut die Trockenzeit
- Blüten leben nur wenige Stunden, maximal 1 Tag
- Pflanze bringt zwischen April und Mai ständig neue Blüten
- vorwiegend auf Sonnenhängen zu finden
- im Sommer vertrocknet sie
- sobald Regen eintritt ist sie wieder da
- Blätter: harzig => versprühen Duft => unempfindlicher
- Frühjahr: Blütezeit = Blütenmeer

Quellen: Microsoft Encarta, Graziano Rinaldi-Flora des toskanischen Archipels, das moderne Lexikon, Baedekers Allianz, Reiseführer: Mittelmeer



Bezug zu Elba:
Pinie (Schirmkiefer)


vorheriges Referat:
Krebstiere (Crustacea)
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