Sandra Scholz

Krebstiere (Crustacea)

Familie:
- Die Krebstiere gehören zu Familie der Arthropoda (Gliederfüfer) unter die auch Spinnentiere und Insekten zählen.
- Die Gliederfüßer stellen über 3/4 aller Tierarten
- Sie besizten ein Exoskelett aus Chitin, das durch die feste Konsistenz nicht mitwächst, sondern durch Häutung abgestoßen wird
- Hauptmerkmal sind die gegliederten Beine, die oft zu Greif- und Mundwerkzeugen umgebildet auftreten

Stamm:
- Man datierte Fossilien von Krebstieren bis 600 Millionen Jahre zurück
- Die Krebstiere besitzen im Gegensatz zu den Insekten zwei Paar Antenne. Außerdem sind Kopf und Brust miteinander verwachsen
- Die Crustacea selbst gliedern sich noch in 10 Klassen (Abb. 1)

Lebensraum:
- Die Krebstiere besiedeln sowohl Süß- als auch Salzgewässer. In wenigen Fällen, wie bei den Isopoda (Asseln) sind sie auch an Land zu finden, wobei sie auch dort in feuchten Gebieten leben

Anatomie:
- Der Körper der Krebstiere ist segmentiert und gliedert sich in drei Teile:
 
=> den Kopf (Cephalon), an dem sich die Antennen, sowie die Stielaugen befinden
=> das Bruststück (Thorax), mit den Laufbeinen (siehe Abb. 2)
=> den Hinterleib (Abdomen), mit dne Schwimmbeinen
=> Cephalon und Thorax verwuchsen im Laufe der Evolution miteinander zum Cephalothorax
=> Die Krebstiere atmen durch Kiemen, sehr kleine Arten (z.B. Krill) leben durch Hautatmung

Gliedmaßen:
- Die Gliedmaßen sind in ihrer Aufführung und Form sehr verschieden, so bildeten sich mit der Zeit Fühler, Mundwerkzeuge, Lauf-, Greif-, Schwimm- und Tastbeine aus ihnen

Beispiele:

Abbildung 2
- Die Flußkrebse (Abb. 2, 3 u. 4) gehören zur Ordnung der Decapoda (benannt nach ihren 10 Beinpaaren)
- Die Decapoda, auch Edelkrebse, bilden die sowohl bekannteste Ordnung der Krebstiere. Zu ihnen gehören Krabben, Garnelen sowie Hummer und Einsiedlerkrebse
- Im Kopfbereich des Flußkrebses befinden sich die beiden, zu Tast- und Geschmacksorganen ausgebildeten, Antennenpaare sowie die Mundgliedmaßen und Stielaugen
- Im Brustabschnitt finden wir die Schwimmbeine
- Der deutlich segmentierte Hinterleib besitzt als letztes Segment (Telson) einen Schwanzfächer
- Flußkrebse sind nur in süßen Gewässern zu finden
- Sie bewegen sich generell auf ihren vier hinteren Luafbeinpaaren fort (Das erste hat sich zu Scheren verformt). Bei Gefahr jedoch, schwimmen sie durch eine ruckartige Bewegung ihres Abdomens rückwärts
- Ein weiteres Beispiel für die Vielfalt der Krebstiere sind die Einsiedlerkrebse (Foto 1), die sich nach einem Larvenstadium in unbewohnten Schneckenhäusern einnisten
- Ihr Hinterleib bildet sich zurück und der Chitinpanzer der ihn umgibt wird weicher
- Im Laufe seines Wachstums muß der Einsiedlerkrebs häufiger sein "Haus" wechseln

Foto 2
- Als letztes Beispiel noch die Seepocken, die wohl keiner für Krebstiere halten würde (Foto 2)
 
=> nach einer freischwimmenden Larvenphase kriecht die Cypris-Larve mit Hilfe von Greifhaken über den Fels und befestigt sich schließlich mit einer Klebdrüse am Untergrund
=> das Abdomen bildet sich zurück und das Tier scheidet Kalkplatten aus die dann seinen Körper umgeben
=> es entsteht ein kegelförmiges Gehäuse, der "Mauerkranz" mit 4-8 gegeneinander bewegbaren Platten und 2 verschließbaren Deckplatten
=> aus den Gliedmaßen bilden sich 6 Paar geringelter und stark geborsteter "Fransen", die Nährstoffe aus dem Wasser filtern
=> Seepocken sind Zwitter und befruchten sich durch ein langes, wurmföfmiges Einführungsorgan, weswegen sie immer nah aneinander auftreten
=> sie können Monate lang nur durch Zufuhr von Spritzwasser leben, da ihr Kalkskelett sie vor dem Austrocknen schützt

Abbildung 4

Kreislauf- und Nervensystem
- Krebstiere besitzen einen langgestreckten, chitinigen Darm, im vorderen Teil befindet sich ein Kaumagen
- Es lieft ein offener Blutkreislauf vor, bei dem das Herz ebenso wie der Darm langgestreckt ist
- Wie beim Regenwurm liegt ein Strickleiternervensystem vor

Fortpflanzung/Entwicklung:
- Krebstiere sind meist getrenntgeschlechtlich. Eine Ausnahme bilden, z.B. die zwittrigen Seepocken (s.o.)
- Die Larven der meisten Krebstiere durchlaufen das sogenannte Nauplius-Stadium (Nauplius nach dem vorhandenen, einen Naupliusauge), in dem die Larve eiförmig ist, drei Extremitätenpaare aufweist, weiterhin ist der Darm bereits entwickelt und ein Cerebralganglion ist vorhanden
- in dieser Zeit treiben die Larven als zoeischer Plankton frei im Wasser

Bedeutung/Nutzen:
- "Höhere Krebse", wie der Hummer gelten aus Leckerbissen in Restaurants
- Wasserflöhe werden in getrockneter Form als Fischfutter in Aquarien gegeben
- Krill (polarer Plankton) besteht zu einem Großteil aus Leuchtkrebsen und dient Walen als Nahrung



Quellen: Biologie-Schüler Duden, dtv-Atlas Biologie, Was man sonst nicht sieht-Tessloff-Verlag, Natura-Klett, http://home.t-online.de/home/marcel.muth/schwarz.htm, Biologie-Volk und Wissen, kosmos-Naturführer



Bezug zu Elba:
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