Bei unserer Bio-LK Fahrt nach Elba fanden wir an der Schnorchelstelle in Lacona
den "Glatten Kalkröhrenwurm", der zu den Filtrieren gehört. Dieser
Meereswurm lebt sein ganzes leben in der Kalkröhre, sichtbar sind nur seine
Tentakel, die außerhalb der Kalkröhre liegen. Diese Tentakel filtrieren
Nährstoffe und Mikroorganismen aus dem Wasser, mittels Wimpern, die die
Nahrung durch Wellenbewegungen zum Mund transportieren. Diese Art der
Meereswürmer ist sessil und kommt oft auf Steinen an dunkleren Stellen des
Mittelmeerraumes vor.

Protula spec. (Kalkröhrenwurm)
Ausserdem kommt an der gleichen Tauchstelle in Lacona der "Eupolymnis nebulosa",
ein Leimrutenfänger, vor. Auch dieser ist sesshaft, lebt jedoch in keiner
Kalkröhre sondern meist in den Steinen (in kleinen Höhlen) wobei auch
bei diesem Meereswurm nur die Leimruten zu sehen sind. Mit den Leimruten
fängt der Wurm sowohl Nährstoffe als auch Mikroorganismen, indem sich
die Tiere an den Leimruten verfangen, da diese ihrem Namen nach mit einer
klebrigen Substanz überzogen sind. Der Leimrutenfänger kann die
Leimruten einziehen und die Nahrung mit seinem Mund davon entnehmen.

Eupolymnis nebulosa
Im Gegensatz zu diesen Würmern kann man auch den variablen Strudelwurm
(Prosteceraues giesbrechti) dort vorfinden. Dieser weißt ein ganz anderes
Fressverhalten auf als die vorangehenden Würmer und er hat auch die
Möglichkeit sich mit den an der Körperoberfläche befindlichen
Wimpern durch Wellenschlag sich fortzubewegen. Der Strudelwurm erlegt seine Opfer
mit der Pharynx, einem Rüssel, indem er diesen in das Opfer hineinbohrt und
es dann aussaugt.

Prosteceraues giesbrechti (variabler Strudelwurm)