Benjamin Boerner

Geologie Elbas

1. Definitionen:
ï Geologie: "Erdlehre" - Die Wissenschaft von der Entstehung der Erde
ï Intrusion: Vulkanismus
ï Intrusionkörper: Landmassen die durch Intrusionen entstanden sind
ï Morphologie: Lehre von der (äußeren) Gestalt eines Körpers / Lebewesens
ï Toskanisches Archipel: Inselgruppe zwischen Korsika und dem italienischen Festland

2. Einleitung:
ï Größte Insel des toskanischen Archipels mit einer Landmasse von 223 km2
ï Trennung vom Festland während der letzten Eiszeit
ï Buchten Elbas erlauben eine Aufteilung der Insel in einen westlichen, mittleren und östlichen Teil
  ï Erste Enge mit 4 km Breite durch die Golfe von Procchio und Marina Di Campo
  ï Zweite Enge mit 3,5 km Breite durch die Buchten von Portoferraio und Stella
ï Fiele der Meeresspiegel um 50 m, so wäre Elba mit dem Festland verbunden
ï Bei einem Anstieg um 70 m wären lediglich noch die Berge der 3 Teile sichtbar
ï Auf Elba gibt es über 150 verschiedene Einzelminerale (weitere Infos unter Mineralien auf Elba)

3. Enstehung (siehe Abbildung 1):
Abbildung 1: Tektonische Entwicklung auf Elba (L. Trevisan, 1911)


ï Hebungsbewegung des "apennischen Systems" (wozu auch Elba gehört) zu den aktuellen Ausmaßen im späteren Tertiär
ï Hebung als Folge des Aufdringens von Graniten durch Vulkanismus
  ï Anreicherung von Erzen an den Flanken der Intrusionkörper
ï Erläuterungen zum Bild:
  a) Mittleres Tertiär: Heutiges Gebiet Elbas ist noch vom Meer überflutet
  b) Ende Tertiär: Unterirdische granitische Schmelze bildet sich, dringt in darüberliegende Sedimente ein und wölbt sich auf
  c) Ende Tertiär: Schmelzmengen wölben Sedimente weiter auf => Schwelle überragt den Meeresspiegel. Eine ostwärts gerichtete Gleitbewegung verlagert Bruchschollen um einige Kilometer
  d) Ende Tertiär: Im Osten entsteht eine zweite Schwelle; Es kommmt zu Stauchungen
  e) Intrusionen verstärken sich, der ostgerichtete Schub hält an, an der Ostflanke entstehen Magnetitlagerstätten
  f) Geologische Situation heute
ï Erdbeben und postvulkanische Tätigkeit weisen auf anhaltende tektonische Bewegung hin

4. Morphologie der Insel (siehe Abbildung 2):
Abbildung 2: Morphologie der Insel Elba nach Roncioni (1967)


ï Westelba
  ï Mächtiges Granitmassiv mit bis zu 1.018 m Höhe => Monte Capanne
  ï Häufige Gesteins-Blockbildung durch Verwitterung entlang tektonischer Leitlinien
  ï cm bis Meter hohe Hohlungen in Granitblöcken, entstanden durch chemische Verwitterung
  ï Bis zu 100 m abfallende Steilküsten mit seltenen, kleinen Einschnitten
  ï Eher schroffes Landschaftsbild
ï Mittelelba
  ï Weite Buchten und flache Sandstrände => Beliebt bei Touristen
  ï Stark gegliedert und zerlappt
  ï Auffallende Küstenvorsprünge wie Enfola, Portoferraio & die langgestreckte Halbinsel Stella
  ï Höchste Erhebung (~350 m) aus Porphyr und Flyschsedimenten
ï Ostelba
  ï Zentral verlaufender Gebirgskamm, überwiegend aus Kalk, von 7 km Länge
  ï Trichterförmige Bucht bei Porto Azzuro
  ï Die Ebene von Mola trennt die Südosthalbinsel Calamita vom Nordostteil Elbas ab
  ï Kräftiges Relief durch ost- und westwärts gerichtete Entwässerungslinien

5. Quellenangaben:
Internet: http://neuro.bio.tu-darmstadt.de/bio/studium/elba98/




Bezug zu Elba:
Steinbruch


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