| 1. |
Definitionen: |
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Pelagial: Bereich des offenen Meeres |
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Benthal: Bereich des Meeresbodens |
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Supralitoral: Spritzwasserzone; Zone, in die Wasser der Brandung spritzt |
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Eulitoral: Gezeitenzone; Zone, die bei Flut bedeckt und bei Ebbe trockenfällt |
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Sublitoral: Schelfmeerzone; Zone bis 200 m, die nicht den Gezeiten ausgesetzt ist |
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Bathyal: Zone von 200 - 2000 m, in der ab 450 m absolute Dunkelheit herrscht |
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Abbyssal: Zone von 2000 - 6000 m, mit absoluter Dunkelheit |
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Hadal: Tiefsee; Zone von mehr als 6000 m Tiefe |
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Litoralsystem: Lebensraum oberhalb von 200 m |
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Bathyalsystem: Lebensraum unterhalb von 200 m |
| 3.1. |
Supralitoral: |
Spritzwasserzone |
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liegt über der Hochwasserlinie |
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Brandung verändert die Küste |
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maximale Temperaturschwankungen, maximale Lichteinwirkung, wechselnder Salzgehalt, Wassereinwirkung: Spritzwasser |
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Salzgehaltschwankungen: Verdunstung läßt Salzgehalt steigen, Spritzwassertümpel können durch Regen versüßen |
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Temperaturschwankungen: Im Sommer kann sich das Wasser in Spritzwassertümpeln auf 50 °C erwärmen und im Winter zufrieren |
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typische Tiere: Napfschnecke, Strandschnecke (näheres zu Schnecken unter Weichtiere) |
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Besonderheiten: stabile, kompakte Körper bzw. Oberfläche gegen die Brandung |
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Schutz vor Losreißen, z. B. durch Verwachsen mit dem Untergrund |
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Wasserverlust muß auf ein Minimum reduziert werden, z. B. durch Schleimabsonderung (bei Pferdeaktinie) oder Ausscheiden von Harnsäure anstelle von Ammoniak |
| 3.2. |
Eulitoral: |
Gezeitenzone |
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starke Temperaturschwankungen: im Sommer bei dunklem Gestein Wassertemperaturen bis 50 °C, im Winter können Küstengewässer zufrieren |
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Gezeiten: Gefahr des Austrocknens, Ertrinkens (Windstau) |
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Brandung: Beschädigung, Fortspülen, verändert Küstenform, Erosion formt Höhlen und Spalten in den Fels |
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stark wechselnde Lichteinwirkung: bei Hochwasser kann Beleuchtung stark herabgesetzt werden, besonders durch kleine Partikel, die das Wasser trüben |
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wechselnder Salzgehalt |
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typische Tiere: Kreiselschnecke, Käferschnecke, Zwergmiesmuschel, Napfschnecke, Vögel an der Wasseroberfläche |
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Besonderheiten: dicke Cuticula bei Pflanzen, Schleimabsonderung, Schalen, Aktivitätsanpassung an Gezeiten gegen Austrocknung |
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Schalen, Haftorgane; Saugfuß, Verwachsen oder Einbohren mit / in den Untergrund z. B. Seedattel (Einbohren) gegen Brandung und Verbergen in Höhlen, auch Schutz gegen Landräuber |
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Böden: primäre Hartböden mit dichtem Bewuchs und verkalkten Großalgen; sekundäre Hartböden entstehen z. B. durch verkalkten Aufwuchs bestimmter Algen; Sandböden |
| 3.3. |
Sublitoral bis 200 m: |
Schelfmeerzone |
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abiotische Faktoren ohne starke Schwankungen |
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Temperaturschwankungen um 10 °C |
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durchschnittliche Lichteinwirkung, Licht als limitierender Faktor, erhält unter Wasser quantitative wie qualitative Veränderungen, durch Streuung und Absorption, je mehr Besiedlung und tote Partikel im Wasser, desto geringer die Eindringungstiefe des Lichtes (meist in Küstennähe), im Küstenwasser geringere Lichtintensität als im Ozean |
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blau und grün werden weniger stark absorbiert als rot |
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Orientierung der Lebewesen hängt vom Licht ab |
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mäßige Turbulenzen |
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konstanter Salzgehalt |
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ständige Wassereinwirkung |
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typische Tiere: Korallen (leben im Oberflächenwasser bei ca. 20 °C und bis 45 m Tiefe; siehe auch Hohltiere), Schnecken, Muscheln, Seeigel (weiteres unter Stachelhäuter) |
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in den Tangwäldern leben viele Tiere: Seenelke, Seegurke, Seerose (Bodenlebewesen, viele angewachsen) |
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im Sandboden leben Sandwürmer |
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Fische |
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viele Schnecken und Muscheln z. B. Seedattel, Auster, Turmschnecke |
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Krabben leben auf dem Boden |
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Muscheln, Würmer, Schnecken wühlen im Boden |
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viele Tiere leben im Boden und in den Bodenzwischenräumen |
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Tiere, die in Bodennähe oder auf dem Boden leben suchen oft Schutz zwischen Muscheln, Korallen, Steinen: vor Strömung, Freßfeinden oder zum Beutefangen |
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manche Tiere dieses Bereichs können sich frei bewegen, tun dies aber selten, sonder heften sich irgendwo fest, manche sind mit dem Boden fest verbunden |
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Tiere liegen auf der Oberfläche des Bodens z. B. Plattfische |
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viele Tiere leben und jagen am Boden z. B. Räuber, Aasfresser, Strudler; manche wechseln zwischen freiem Wasser und Boden |
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festsitzende Tiere: Strudler, Filtrierer, Tentakelfänger |
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Bewohner dieses Bereiches können sich bis ans Ufer ausbreiten aber nicht trockenfallen |
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in den oberen Schichten der Hochsee haben Fische oben die Farbe Blau und unten Silber zur Tarnung |
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in Sand und Schlick, am Fels leben Muscheln, am Fels leben Schnecken, in der Vegetation leben Schnecken und Krebse |
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im Felswatt (Resultat der Erosion durch Wasser) leben meist festsitzende Arten |
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biotischer Faktor: Fraßkonkurrenz z. B. haben Seeigel sich stark vermehrt und den Meeresboden kahlgefressen, damit sind Schutz und Nahrung für andere Tiere weggefallen |
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Pflanzen: unterhalb von 75 m gedeihen keine Pflanzen mehr |
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in dieser Zone wachsen Tange und Algen |
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Pflanzen im bewegten Sanduferbereich schweben frei im Wasser oder sitzen an Tieren wie Muscheln, dies sind immer Algen |
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in 20 m Tiefe finden sich feste Bestände von Tangen und Seegräsern, die dauerhaft wurzeln |
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bis 30 m Tiefe: Grünalgen im Oberflächenbereich, Braunalgen bis 15 m, Rotalgen bis 30 m, dies liegt daran: daß rotes Licht nur bis ca. 15 m eindringt und blaues und grünes Licht bis 30 m |
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Böden: die Schelfmeerzonen bestehen oft aus Sedimentationsschichten |
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Hartböden: Fels, Sandböden |
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Sandböden entstehen dort, wo Wasserbewegung, Ablagerung körnigen Materials erlaubt |
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Sandböden kann man nach Korngröße gliedern: Schluff (fein), Kies (grob) |
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Weichböden: Ton und zerriebene organische Reste, Konsistenz sehr verschieden, in oberen Zonen härter (Brandung) in tieferen weich |
| 3.4. |
Bathyal 200 - 2000 m: |
stark abfallende Kontinentalabhänge |
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kaum Temperaturschwankungen |
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kaum bis keine Lichteinwirkung |
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im freien Meer von 180 m bis 450 m herrscht graue Dämmerung, Farbe der Fische ist grau/silber (Tarnung) |
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unter 450 m Dunkelheit, Farbe der Fische braun, schwarz, nur wenige Fische blind |
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von 200 m bis 500 m haben Fische sehr große Augen, um das wenige Licht effektiv nutzen zu können |
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minimale Turbulenzen und Temperaturschwankungen, konstanter Salzgehalt, ständige Wassereinwirkung |
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Tiere in dieser Tiefe hängen von produktiver Oberfläche ab (Nahrung) |