Tina Pfeiffer

Epiphyten, Epizoen

1. Definition von Epiphyten und Epizoen
2. Epiphyten: Was sind Epiphyten, wo kommen sie vor ...?! [ + Bsp.]
3. Epizoen: Was sind Epizoen, wo kommen sie vor ...?! [ + Bsp.]

1. Definiton:
A: Epiphyten
- Pflanzen, die auf den Kontakt mit dem Mutterboden und seinem Wasser- und Nährstoffvorrat verzichten und so ihr Leben bzw. zumindestens einen Teil ihrer Existenz fixiert an Bäumen o.ä. verbringen.
B: Epizoen
- Organismen, die ihr ganzes Leben oder zumindest einen großen Teil davon auf einem meist ortsbeweglichem Träger verbringen. Also Tiere, die auf anderen Tieren nicht parasitär leben.

2. Epiphyten:
Wörtlich übersetzt heißen sie "Überpflanzen". Es sind Aufsitzer, also Pflanzen, die nicht auf anorganischen Stoffen, in der Regel auf dem Boden, wachsen, sondern die sich auf lebenden oder auch abgestorbenen Wirtspflanzen niedergelassen haben. Man tut den Epiphyten unrecht, wenn man sie als Schmarotzer bezeichnet. Es sind eigenständige Pflanzen, die sich mit ihren Wurzeln lediglich auf den Wirtspflanzen festhalten, ohne in sie einzudringen, solange diese leben.
Ihre Nahrung beziehen die Epiphyten aus den geringen Humusmengen, die sie entweder zusammen mit pflanzlichen und tierischen Resten in Zisternen (a. 0) sammeln oder mit ihren Wurzeln aufnehmen, wenn es den Stamm der Gastpflanze entlang nach unten fließt. Auch durch Luftwurzeln, die ohne den Kontakt zum Boden sind, nehmen die Pflanzen aus der Luft für sie lebenswichtige Stoffe auf.
Die Lebensweise der Epiphyten ist die letzte Überlebenschance gewesen. Als sie auf dem Boden der tropischen Wälder mit den dichten, geschlossenen Baumkronen nicht mehr genügent Licht bekamen, "stiegen" die Epiphyten dem Licht nach und siedelten sich auf den Bäumen an.
Die bekanntesten Epiphyten:
1. Farne
2. Orchideen
3. Alle hängenden & kletternden Gewächse wie z.B. Efeu
4. Bromelien
5. Leuchterblume
Fortpflanzung und Ausbreitungsmechanismus:
Bromelien und Orchideen werden fremdbestäubt, zum Beispiel durch Fledermäuse, Bienen und Vögel; durch staubgroße Samenkörner, die vom Wind verbreitet werden (z.B.: Farne); oder fleischige Früchte mit kleinen Samen, die zoochor (a. 1) verbreitet werden.

Annotation:(a. 0) 'Zisterne' - zu den Epiphyten gehörige Pflanze, die Regenwasser nicht aus dem Boden aufnimmt, sondern in ihren trichterförmig zusammengeschlossenen Blättern; (a. 1) 'zoochor' - Verbreitung der Samen durch Tiere

3. Epizoen:
In Symbiose lebende Tiere nennt man auch Epizoen. Sie verbringen ihr ganzes Leben oder zumindest einen großen Teil davon auf einem meist ortsbeweglichem Träger. Der Symphorismus (a. 2) kann fakultativ (a. 3) [die Art siedelt nicht nur auf Trägern] oder obligat (a. 4) [die Art siedelt nur auf anderen Tieren] sein. Die Vergesellschaftung kann lose (Karpose) oder sehr eng sein (Symbiose). Bei den Karposen unterscheidet man nach Matthes (1978) Parökie (a. 5) [eine Art hält sich in unmittelbarer Nähe einer anderen auf, ohne deren Wohnung zu teilen], Synökie (a. 6) [Aufenthalt in der Wohnung eines anderen Tieres bei dessen Anwesenheit], Phoresie (a. 7) [aktive Benutzung eines anderen Tieres für vorübergehenden Transport], Symphorismus (a. 2) [dauerndes Siedeln auf der Oberfläche eines anderen Tieres, unabhänig von dessen Aktivität] und Entökie (a. 8) [Aufenthalt in nach außen offenen Körperhöhlen anderer Tiere].
Die bekanntesten Epizoen:
1. Bryozoa (Moostierchen)
2. Cancer (Krebse)
3. Cnidaria (Nesseltiere)
4. Mollusca (Muscheln)
5. Porifera (Schwämme)

Annotation:(a. 2) 'Symphorismus' - Zusammenleben von Tieren, bei dem eine Tierart eine andere als ständigen Transporteur benutzt, ohne diesen zu schädigen; (a. 3) 'fakultativ' - Tierart, die gelegentlich als Parasit auftritt; (a. 4) 'obligat' - verbindlich, notwendig, unerläßlich; (a. 5) 'Parökie' - Zusammenleben der Lebewesen ist parasitär; (a. 6) 'Synökie' - Zusammenleben zweier Tierarten in einem Wohnraum, ohne daß eine die andere schädigt; (a. 7) 'Phoresie' - Erscheinung, daß bestimmte Tiere bei ungünstigen Lebensbedingungen andere als vorübergehende Transporttiere benutzen, ohne sie zu schädigen: z.B. lassen sich Milben druch Mistkäfer befördern; (a. 8) 'Entökie' - Zusammenleben der Lebenwesen erfolgt innerlich

Quellen, die für die Fertigstellung dieses Referats genutzt wurden:
- Internet
- Biologiebuch
- Brockhauslexikon
- Fotobände für die Zusammenstellung des Bildmaterials
- Krüger Atlas der Ozeane


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