Maja Boßmann

Algen

These: Die wesentlichen Schritte der Evolution sind am Beispiel der Algen nachvollziehbar.

Algen
Algen sind kernhaltige, chlorophyllführende (wobei das Chlorphyll z.T. durch andere Pigmente verdeckt wird), Fotosynthese durchführende Wasserpflanzen. Sie bilden mit Flechten und Pilzen die Gruppe der Thallophyten (Lagerpflanzen). Thallophyten besitzen arbeitsteilig differenzierte Zellen in Vorstufen echter Gewebe, allerdings aus einem Lager (Thallus), allein die Fortpflanzungsorgane werden durch Querwände abgetrennt.
Fortpflanzung:
Es findet ein Generationswechsel, verbunden mit einem Kernphasenwechsel statt. Die beiden Phasen werden jeweils durch eine eigene Generation repräsentiert, die geschlechtliche und die ungeschlechtliche. Während der ungeschlechtlichen Phase gehören die Algen den Sporophyter an, die als Fortpflanzungsprodukt Sporen erzeugen. In der geschlechtlichen Pahse zählen die Algen zu den Gametophyten. Bei dieser sexuellen Vermehrung wird das Genmaterial der Generation neu vermischt.

Evolution am Beispiel der Alge:
Ursuppe => kernlose Einzeller (z.B. Blaualge) => kernhaltige Einzeller (z.B. Chlamydomonas) => Entstehung der Fotosynthese => vielzellige Algen (z.B. Gonium (16zellig), Kugelalge "Volvox" (bis 20.000 Zellen)) => Blütenpflanzen: unter Wasser, Küstenbereich, an Land
Am Beispiel der Blütenpflanze kann man also die Evolutionsschritte aufzeigen, die in der Silur-Epoche vor etwa 440 Mill. Jahren angefangen haben, da die Entwicklung von der Wasserpflanze zur Landpflanze durch die verschiedenen Standorte noch heute gut nachvollziehbar ist.

Weiterer Einfluss der Wasserpflanzen auf die Evolution (Selektionsdruck):
ï Seegras - Biozönose: Population von Einzellern, Kleinstlebewesen etc. ist auf diese Biozönose angewiesen und davon abhänig
ï Kalk-Rotalgen: Kalkgehäuse bietet Kleinstlebewesen Unterschlupf
=> So wird durch die Verbindung der Evolutionslinien von Pflanzen und Tieren die Evolution insgesamt vorangetrieben

Acetabularia - besondere Bedeutung wegen Schlüsselexperiment von J. Hämmerling zur Bedeutung des Zellkerns:


ï zwei Arten von Acetabularia (unterscheiden sich u.a. in der Form des gekammerten Hutes), deren Zellkern jeweils im Rhizoid liegt
ï kernloser, noch hutloser Stiel wird je auf Rhizoid der anderen Art gepropft
ï wachsene Hutform ist immer die zum Rhizoid gehörige Form
Dieser Versuch zeigt also, dass jegliche Erbinformation vom Kern und nicht von Zellplasma ausgeht.
=> Mutationen im Zellkern sind relevant für die Evolution.


Übersicht einiger Algen Rotalgen
RHODOPHYTA
Grünalgen
CHLOROPHYTA
Braunalgen
PHAEOPHYTA
KENNZEICHEN      
Größe Adriaformen erreichen max. 60 cm Mikroskopische Dimensionen bis 0,5 m Winzige Zellreihen (Fäden) bis 50 cm
Konsistenz Gallertartig, fleischig, häutig, knorpelig, ledrig, kalkig Gellertartig, häutig, knorpelig, ledrig, kalkig Gallertartig, fleischig, häutig, knorpelig, lederartig, kalkig
Farbe Variiert nach Tiefe
(rot, braunrot bis violette, seltener blaugrüne oder schwarzgrüne Thalli)
Leuchtend grasgrün, gelblich bis bräunlich grün In Oberflächennähe:
Oliv-braungrün
Tiefenexemplare:
braun oder goldgelb
UMFANG      
Gattungen (Arten) 560 (4000) (3500) 240 (1500)
Vorkommen Marin, über ale Weltmeere verteilt 0,25 % marin, Mehrzahl lebt im Süßwasser Marine Kaltwasserbewohner
NUTZEN Indurstrieller Rohstoff, Agar-Herstellung Nahrungsmittel, Dünger, Futtermittel Industrielle Rohstoffe, Dünger & Futtermittel


Grünalgen:

Rotalgen:

Braunalgen:

Seegras:

Quellen: 1. Fauna und Flora der Adria, 2. neubearbeitete Auflage, Hamburg, Berlin 1970
  2. Dtv- Atlas, Biologie, Bd. 1, 10. Auflage, München 1998
  3. Biologie heute S II, 7. Auflage, Hannover 1998



Bezug zu Elba:
Liste auf Elba heimischer Arten


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