Was ist Licht?
- Auf der Sonne wird durch Kernfusion Wasserstoff zu Helium umgesetzt. Die hierbei
frei werdende Energie erreicht die Erde in Form kurzwelliger ultravioletter Strahlung
(300-400 nm), sichtbarem Licht (400-700 nm) oder als langwellige Infrarot-Strahlung
(700-10000nm). Jene Strahlen machen überhaupt ein Leben auf der Erde
möglich und sind somit der Schlüssel zum Leben.
- Obwohl das Meer fast 71% der Erdoberfläche einnimmt ist dessen
Primärproduktion nur halb so groß wie die der Erde, jedoch schätzt man
dass, 90 Prozent der gesamten Photosynthese und der Freisetzung von Sauerstoff in den
Meeren stattfindet.
- Für Photosynthese ist nun mal Licht erforderlich, dieses verliert mit
zunehmender Tiefe nicht nur an Intensität, sondern verändert auch seine
Beschaffenheit. Während in den oberflächennahen Metern noch alle
Wellenlängen, aus denen das Sonnenlicht zusammengesetzt ist, vorhanden sind,
werden tiefer bestimmte Wellenlängen immer stärker absorbiert.
- Wie im Wald gibt es im Meer eine
Stratifikation d.h. in jeder Etage gibt es
Partikelfresser, Jäger, Laurer.
Die 3 Zonen
- Nur in der obersten, stärker
durchleuchteten Zone ist Photosynthese
möglich.
- Die darunter liegende
Dämmerungszone, deren schwaches blaues Licht
für die Photosynthese gewöhnlich nicht mehr ausreicht, geht im
Küstenbereich bis zum Meeresgrund, in der Hochsee höchstens 800 - 1000 m.
- Dass dort keine Photosynthese mehr möglich ist, ist nicht unbedingt ein
Nachteil. Hier ist die Temperatur niedrig und daher auch der Stoffwechsel gering.
Damit benötigen diese Meerestiere nur wenig Nahrung. Zudem liegt diese Zone noch
relativ nahe an der dichtbevölkerten Oberfläche, und daher kommen jene
Organismen zuerst in den Genuss des "Regens" der organischen Stoffe, die von oben
herabsinken.
- Da in dieser Zone nahezu absolute Dunkelheit herrscht haben die Fische Augen die ca.
100 mal lichtempfindlicher als die unsrigen sind, sie nehmen daher noch Licht in Tiefen
war die uns völlig dunkel erscheinen. Ansonsten gibt es Fische mit
außerordentlich langen Tastorganen oder mit vibrations-/schwingungsempfindlicher
Haut um sich besser orientieren zu können.
- In die
Dunkelzone unterhalb von 1000 m dringt kein Licht mehr von oben.
- Die Fische sind in der Lage sogenanntes kaltes Licht zu erzeugen für Jagd,
Paarung + Orientierung.
siehe auch
Zonierung mariner Lebensräume
Der Kreislauf
- Während der Abendstunden tauchen viele Zooplankter (tierisches Plankton, siehe
Marines Plankton und marine Einzeller) und
Arten des Nektoplankter (Großtiere wie z.B. Fische, Tintenfische,
Meeresreptilien, Meeressäugern) auf um sich von Phytoplankton zu ernähren.
Im Vergleich zum Licht haben sich hierbei Temperatur, Turbulenzen und Sauerstoff-Schichtung
als zweitrangig erwiesen. Nebenbei vermeidet jener periodischer Ortswechsel für
die Ernährung ein Zusammentreffen zwischen den vielen tagaktiven, potentiellen
Fressfeinden.
- Ebenfalls die größeren Fische und Krebse steigen aus Tiefen über
750 m auf um sich zu ernähren. Durch diese ständige Bewegung werden
organische Stoffe schneller in die Tiefe gebracht als wenn sie selbst sinken
würden.
Basis der Nahrungskette
- In den hell durchleuchteten Wasserschichten leben vor allen Phytoplankter. Damit
sind vornehmlich Flagellaten gemeint. Zudem kommen dazu eine ganze Menge Bakterien,
Pilze und ähnliches, kurz gesagt Organismen unter 20 µm bis hin zu
welchen die gar nur 2 µm messen. Sie bilden das Nanoplankton. Es geht aber noch
kleiner. Zudem gibt es das Picoplankton welches 2 - 0,2 µm groß ist, aber
trotzdem für die Photosynthese im Meer unheimlich wichtig ist. Die erst zu
später entdeckten Picoplankter leben oftmals in 80 - 150 m Tiefe in Dichten von
10
5 Individuen pro Millimeter.
70% der Phytoplankter werden von Primärkonsumenten wie der Zooplankter sofort
verzehrt. Der Rest sinkt als Aggregate, mit Partikeln abgestorbener Großalgen,
Tierresten, Kotballen hinunter in die unteren Wasserschichten. Auf diesem Wege
schreitet die Nahrungskette weiter und Filtrierer und Strudler kommen zu Nahrung. Von
organischem abfallenden Material (Fettsäuren, Proteine, Polysacharide)
ernähren sich im Anschluss vorwiegend Bakterien.
Zu guter letzt werden die Stoffe von Pilzen und Bakterien wieder mineralisiert und in
die Nahrungskette eingebracht (z.B. als Nitrate, Sulfate, Phosphate). Durch die
Meeresbewegung und Strömungen werden jene Nährstoffe wieder in die lichten
Regionen des Meeres gebracht wo sie erneut in den Kreislauf einfließen...und die
großen die kleinen fressen usw.